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Eröffnungsfeier

Renate Götschl

Renate Götschl

Renate Götschl

Ich habe vor weiterzufahren

Götschl - Presse am 02.03.2006 - 07:12 Uhr

Renate Götschl (30) muss wie befürchtet die Skisaison vorzeitig beenden.

Die steirische "Speed-Queen", die wegen ihrer Knieverletzung bei Olympia unter ihrem Wert geschlagen worden war, wurde schon vergangenen Samstag in Schruns operiert und muss zumindest sechs Wochen pausieren.

Noch im Krankenbett versicherte die zuversichtliche Steirerin aber gegenüber der APA, dass sie weiterfahren wird.

Keine Ausrede für Olympia
Götschl hatte sich im Jänner beim Riesentorlauf-Sturz in Cortina einen Innenbandriss im rechten Knie zugezogen, die Schwere der Verletzung aber bis nach dem letzten Olympia-Auftritt in San Sicario verheimlicht.

"Anfangs war es schon eine Überwindung, damit zu fahren. Aber Olympia war mir extrem wichtig und ich war sicher, es geht sich aus", erklärte Götschl.

Sie habe sich auch bestätigt gesehen. "Bei den Rennen selbst war die Verletzung kein Problem, da vergisst man ja vieles. Ich bin mit 100 Prozent gefahren", suchte sie auch nach der Operation keine Ausreden.

Training wieder ab Mai?
Bei der Operation glättete Christian Schenk den Knorpel im Knie und adaptierte auch das gerissene Band so, dass es sauber zusammenwachsen kann. Genäht wurde es nicht.

Götschl hofft, Anfang Mai beim Trainingsauftakt der ÖSV-Damen wieder dabei zu sein.

Götschl will weiterfahren
Wie lange die an Weltcup-Siegen (38) erfolgreichste aktive Skifahrerin noch weiterfahren wird, steht noch nicht fest. "Ich habe vor weiterzufahren, wie lange, hängt aber von vielen Dingen ab", so die 30-Jährige.

Das Material, das Trainingsumfeld, aber auch die eigene Freude seien die maßgeblichen Faktoren, speziell letztere sei in dieser für sie so schwierigen Saison etwas abgeflaut, gestand die Obdacherin.

"Es war schon eine schwere Saison für mich und sicher nicht die beste", erinnerte sich Götschl, die schon im Herbst durch einige schwere Trainingsstürze Rückschläge hinnehmen und erstmals ohne ihren "Spezialbetreuer" Walter Hlebayna auskommen hatte müssen.

"Hatte bisher eine tolle Karriere"
Trotzdem hatte sie mit dem einzigen Saisonsieg wieder Geschichte geschrieben, weil sie mit der Abfahrt in Cortina bereits zum 9. Mal unter der Tofana gewonnen hatte.

Die Ski-Experimente hinsichtlich Olympia waren hingegen nicht aufgegangen. "Ich habe wieder viele Dinge dazugelernt", so Götschl, die damit leben kann, dass ihr Traum vom Olympiagold wohl nicht mehr in Erfüllung geht.

"Damit bin ich aber nicht alleine. Es ist, wie es ist, und ich hatte bisher eine tolle Karriere. Ich kann damit gut umgehen."

ORF Sport


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