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Renate Götschl

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"Galanacht des Sports"

Götschl - Presse am 29.04.2006 - 11:31 Uhr

Von der Grazer Altstadt bis hinauf auf den Gipfel des Mount Everest! Die Spuren der steirischen Sportstars führten am Freitag aber alle in die List-Halle zur "Galanacht des Sports".

Die Sporthilfe, das Land Steiermark und die Kleine Zeitung hatten gerufen - 600 Athleten und Ehrengäste waren diesem Ruf in die Grazer List-Halle gefolgt. Bei der "Galanacht des Sports" wurden steirische Sportgrößen mit dem "Bronzenen Diskuswerfer" ausgezeichnet.
Olympiahelden. Die Sportprominenz war aber aus ganz Österreich angereist. Angeführt wurde das hoch karätige Feld von den Olympia-Helden Marlies Schild, Mario Stecher und Wolfgang Linger. Schild tauchte aber ohne ihren Benni Raich auf. Dafür tauchen die beiden nächste Woche im Indischen Ozean ab. "Die Unterwasserwelt fasziniert mich. Außerdem kann ich es kaum noch erwarten, einmal keinen Schnee zu sehen", schmunzelte die Tirolerin. Rodel-Doppelsitzer Olympiasieger Wolfgang Linger outete sich hingegen als Graz-Fan: "Ich bin öfters hier. Einer meiner besten Freunde ist ja GAK-Kicker Andreas Schrott, mit dem ich in Tirol aufgewachsen bin."

Steirer. Im Mittelpunkt des Abends standen diesmal aber die Steirer. Renate Götschl und Bernhard Eisel sind die "Sportlerin bzw. der Sportler des Jahres". Speed-Queen Renate Götschl kann nach ihrer Innenband-Operation demnächst wieder mit dem Training beginnen und ist für die neue Saison höchst motiviert. Im nächsten Schiwinter stehen für die Obdacherin nicht nur Punkte und Siege im Mittelpunkt. Götschl hat mit Franz Klammer eine Wette laufen - und die will sie auf keinen Fall verlieren. "Der Franz hat ja fünf Mal den Abfahrts-Weltcup gewonnen. Ich habe ihm schon vor Jahren gesagt, dass ich das auch schaffen werde. Derzeit halte ich noch bei vier kleinen Kugeln", hat Götschl nur ein kleines Problem: "Ich weiß nicht mehr genau, um was wir gewettet haben. Ich glaube, es ging um etwas Trinkfestes . . ."

Kärntner. Wahl-Klagenfurter Bernhard Eisel hatte diesmal verzichtet, sein "Arbeitsgerät" im Reisegepäck unterzubringen. "Ich wollte ja am Samstag mit dem Rad retour nach Kärnten fahren, aber die Wetterprognosen lassen dieses Training ausfallen", so Eisel, der im Jahr rund 35.000 Kilometer im Sattel verbringt. In der Steiermark wird Eisel heuer nur ein einziges Rennen bestreiten: "Das Grazer Altstadt-Kriterium am 25. Juli - das beste Radrennen in ganz Österreich."

Gipfelstürmer. Mit dem "Ehrenpreis der Landessportorganisation" wurde Extrem-Bergsteiger Gerfried Göschl ausgezeichnet. Der Diplom-Pädagoge aus Liezen war im Vorjahr der erste steirische Alpinist, der den höchsten Berg der Welt, den 8850 m hohen Mount Everest, ohne künstlichen Sauerstoff besteigen konnte. Im September gibt es den nächsten "Hochgefühlsgipfel". "Meine Heike und ich erwarten unser erstes Kind. Es hat also doch etwas genützt, dass ich auf dem Gipfel des Mount Everest einen steirischen Erdapfel hinterlassen habe", flüsterte Göschl. Den nächsten 8000er nimmt er daher erst 2007 in Angriff. Da lockt der K2 in Pakistan, mit 8611 Metern "nur" der zweithöchste Berg der Welt, aber mit Sicherheit der schwierigste.

Kleine Zeitung, 29.05.2006




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