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Aktuelles/Presse

Renate Götschl

Renate Götschl

Renate Götschl

Mit "Speed" in die neue Saison

Götschl - Presse am 26.10.2006 - 11:44 Uhr

Renate, am kommenden Wochenende startet die neue Weltcupsaison mit dem Riesentorlauf in Sölden. Mit welchem Gefühl gehst Du in diese Saison?
„Also ich hoffe doch mit einem guten, obwohl oder gerade da heuer einiges neu ist für mich. Neues Material mit Atomic sowie eine neue Trainingsgruppe. Aber ich muss sagen das alles ist für mich sehr motivierend. Ich freue mich wirklich schon sehr auf dieses Rennen, denn ich habe wieder Spaß am Skifahren und bin schon sehr gespannt wie es werden wird.“
Du klingst jetzt sehr optimistisch. Am Ende der vergangenen Saison hast Du kurz darüber nachgedacht Deine Karriere zu beenden. Was hat Dich eigentlich umgestimmt doch noch die eine oder andere Saison anzuhängen?
„Einige mir nahe stehenden Menschen! Aber in erster Linie der Materialwechsel von Salomon zu Atomic und auch die Möglichkeit, dass ich in einer neuen Trainingsgruppe trainieren kann. Das alles zusammen hat mich doch davon überzeugt, dass ich zum Aufhören noch zu jung bin und dass ich in der kommenden Saison noch so einiges erreichen kann.“
Kannst Du jetzt bereits sagen, dass es doch der richtige Schritt war weiter zu fahren?
„Also nach dem Gefühl, das ich jetzt habe, auf jeden Fall. Mir taugt es zur Zeit wieder total, ich habe Spaß am Skifahren und Trainieren und das hat mir in der letzten Saison doch gefehlt. Außerdem hatte ich eine sehr gute Vorbereitung in Österreich und in Zermatt und die Arbeit mit Atomic macht auch Spaß und ist sehr professionell.“
Du hast gesagt das Arbeiten mit Deiner neuen Ausrüsterfirma Atomic macht Spaß. Heißt das, dass Dir die Umstellung auf dieses Material bereits gelungen ist?
„Wir haben sehr viel getestet und trainiert um die richtige Abstimmung zu finden. Da liegt zwar sicher noch viel Arbeit vor mir, ich muss mich auch noch 100%-ig auf das neue Material einstellen, da jedes Produkt seine Eigenheiten hat. Aber so wie ich das bis jetzt beurteilen kann, sind wir auf einem sehr guten Weg und ich glaube wir sind schnell unterwegs. Gegenüber der letzten Saison habe ich sicher schon Fortschritte gemacht.“
Du hast zuletzt bei den ÖSV-internen Zeitläufen auch im Riesentorlauf mit sehr guten Zeiten auf Dich aufmerksam gemacht. Auf welche Disziplinen wirst Du in der kommenden Saison Dein Hauptaugenmerk legen?
„Die wichtigsten Disziplinen sind für mich sicherlich Abfahrt und Super-G. Beim Riesentorlauf werde ich sehen, wie sich das Ganze weiter entwickelt. Da muss ich noch abwarten, denn Training und Rennen sind zwei verschiedene Paar Schuhe, daher möchte ich mich jetzt noch nicht festlegen.“
Von Dir weiß man, dass Du ein sehr zielstrebiger Mensch bist. Was möchtest Du heuer noch erreichen?
„Im Februar haben war ja bereits wieder eine Weltmeisterschaft, dabei möchte ich sicher die eine oder andere Medaille holen. Aber im Weltcup ist die fünfte Kugel im Abfahrtsweltcup das große Ziel von mir. Vor allem hoffe ich aber, dass ich gesund bleibe und eine bessere Saison habe als im Vorjahr.“
Du bereitest Dich ja bereits seit Mitte April auf die kommende Saison vor. Bleibt da noch Zeit für Familie oder für Hobbys?
„Na ja nicht viel. Aber nach meiner Knieoperation Mitte März konnte ich endlich einige Tage mit meiner Familie genießen. Ich hatte auch Zeit für das Gärtnern und für Arbeiten die zu Hause so anfallen. Für Sachen die einem wichtig sind, muss man sich einfach Zeit nehmen. Aber im Prinzip ist das für mich ja nichts Neues und irgendwann wird sich das Ganze ja ändern.“
Wie in den letzten Jahren wird Dich auch in der kommenden Saison Dein Fanklub wieder zu vielen Rennen begleiten und Dich tatkräftig unterstützen. Was bedeutet Dir das eigentlich?
„Sehr viel. An erster Stelle steht natürlich die Familie, die mich von klein auf wirklich großartig unterstützt hat und mir meine Karriere ermöglichte. Aber auch die Unterstützung des Fanklubs ist etwas was ich nicht missen möchte. Denn gerade in Zeiten in denen es einmal nicht so gut läuft ist es ein schönes Gefühl wenn man weiß, dass Menschen da sind die hinter einem stehen. Und dafür möchte ich allen wirklich herzlich danken.“

Murtaler Zeitung, 26.10.2006


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