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Renate Götschl

Renate Götschl

Renate Götschl

"Golden Girl" führte die Armada an

Götschl - Presse am 17.12.2006 - 08:32 Uhr

Renate Götschl siegte im Super G auf der Reiteralm. Sieben ÖSV-Läuferinnen unter den besten Acht.
Ihr Markenzeichen ist der goldene Helm. Der erstrahlte gestern in der Sonne auf der Reiteralm in altem Glanz. Renate Götschl hatte gerade den Weltcup-Super-G mit 0,71 Sekunden Vorsprung auf Niki Hosp gewonnen. Als Dritte verhinderte die Schweizerin Martina Schild einen siebenfachen Triumph der ÖSV-Damen. Für Renate war es der zweite Erfolg im zweiten Saisonrennen, zugleich der 40. Erfolg in ihrer Karriere.

Ewigen Bestenliste
Damit belegte die 31-Jährige Rang drei in der ewigen Bestenliste der Siegerinnen. Vor ihr liegen Annemarie Moser-Pröll mit 62 und Vreni Schneider mit 55. "So lange werde ich nicht mehr fahren, um eine der Beiden noch ein zu holen", verkündete die Steirerin, die trotzdem eine Rekordmarke im Visier hat: "Katja Seizinger gewann 16 Super G. Ich halte jetzt bei 15. Zu ihr habe ich immer aufgeschaut, mit ihr hab´ ich mich immer gut verstanden."

Vom Sieg überrascht
Dabei war der Super G gar nicht jene Disziplin, die dem "Golden Girl" besonders am Herzen lag: "Vor der Saison hätte ich nie gedacht, dass es gerade da so gut gehen könnte. Mich hat schon der Sieg in Lake Louise überrascht." Für jenen auf der Reiteralm galt das nicht: "Hier feierte ich schon als Schülerin Erfolge, der Hang liegt mir, den kenne ich sehr gut." Doch das ist nicht die wirkliche Erklärung für die Rückkehr auf das oberste Treppchen. "Im Vorjahr verlor ich total das richtige Gefühl fürs Rennfahren. Jetzt ist es wieder da. Ich muss nicht mehr nachdenken. Steige einfach in die Schier und fahre", verriet Renate, "heute zum Beispiel bin ich mit dem Kopf gefahren. Statt ganz nahe an die Stangen, entschied ich mich für eine weitere Linie. Die war die richtige."

Richtig in Form
Richtig in Form zeigte sich auch das gesamte ÖSV-Team. Sieben unter den ersten Acht. An so ein Ergebnis konnte sich im Damenbereich niemand erinnern. Den siebenfachen Triumph verhinderte Martina Schild als Dritte. Die Schweizerin konnte nur noch sagen: "Die Österreicherinnen sind ein Wahnsinn. Wir trainieren sicher auch nicht weniger, aber es reicht nicht, um ihre Dominanz zu brechen." Über die Zukunft meinte sie nur: "Wir müssen wohl noch mehr trainieren, vor allem den Kopf." Heute reisen die Damen weiter nach Val d´Isere, wo ab Dienstag zwei Abfahrten und ein Slalom gefahren werden.
Kleine Zeitung, 17.12.2006


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