Renate Götschl streift nach dem 10. Cortina-Sieg das Rote Trikot überWien - "Miss Cortina" hat wieder zugeschlagen. Renate Götschl fährt in der Abfahrt zu ihrem 10. Erfolg auf der Tofana.
Und schreibt damit wieder ein neues Kapitel Ski-Geschichte. Das wohl lange Bestand haben wird.
Mit 13 Saisonsiegen sind Österreichs Damen auf absolutem Rekordkurs. In der so erfolgreichen Vorsaison gab es "nur" elf Siege in rot-weiß-rot.
Neben Götschl stellt auch Mancuso ihre Top-Form wieder unter Beweis - steht zum vierten Mal in Folge am Sieger-Stockerl.
Sport1-Top-Facts zur Abfahrt:
Götschls Wohnzimmer: Cortina ist und bleibt das Wohnzimmer von Renate Götschl. In der Abfahrt feiert die Speed-Queen bereits ihren zehnten Sieg auf der Tofana - gleichmäßig verteilt auf Abfahrt und Super G. Das Konto an Podestplätzen erhöht Götsch auf bereits 21.
42. Weltcupsieg: Götschl ist in der ewigen Bestenliste Marc Giradelli auf den Fersen. Der Luxemburger ist mit 46 Weltcupsiegen Nummer sechs der ewigen Bestenliste - Damen und Herren zusammen gerechnet. Bei den Damen hält Götschl weiterhin Rang drei - hinter Annemarie Moser-Pröll und Vreni Schneider.
4. Saisonsieg: Hinter Marlies Schild (6 Saisonsiege) ist Renate Götschl die zweiterfolgreichste Läuferin des bisherigen Winters. Zu den zwei Super-G-Siegen kommt in Cortina nun Abfahrts-Sieg Nummer zwei in dieser Saison dazu.
Miss Konstanz: Götschl in der bisher als Miss Konstanz. In den letzten acht Speed-Rennen seit der Auftakt-Abfahrt in Lake Louise landete Götschl immer unter den Top 4. Nur in Val d'Isere verpatzte sie als Vierte das Podest.
Miss Konstanz, Teil 2: Auch Julia Mancuso ist ein Muster an Konstanz: Nach den zwei Podestplätzen in Zauchensee steht sie auch in den beiden Speed-Rennen in Cortina am Stockerl.
9. Podestplatz: Insgesamt ist es der neunte Podestplatz für "Jules". Fast die Hälfte davon - vier - fuhr Mancuso in Cortina ein. In einer Cortina-Abfahrt wird sie zum dritten Mal zweite - zum zweiten Mal hinter Götschl.
Premiere: Marie Marchand-Arvier ist ein neues Gesicht bei einer Siegerehrung im Weltcup. Die 21-Jährige hat zuletzt bereits "aufgezeigt", landet in Zauchensee und Val d'Isere jeweils auf Rang elf - ihre Karriere-Bestleistungen bis Cortina.
Durststrecke zu Ende: Frankreichs Damen dürfen erstmals seit fast zwei Jahren über einen Podestplatz in einer Abfahrt jubeln. Zuletzt stand Ingrid Jacquemod im März 2005 am Stockerl.
13. Saisonsieg: Österreichs Damen sind weiter auf Rekordkurs. Im 20. Saisonrennen erhöht Götschl das Sieg-Konto der Mandl-Truppe auf 13. Das ist übrigens die Marke der Saison 2004/05 - damals allerdings am Ende der Saison.
Enttäuschung bei Kildow: Den Auftakt dieser Abfahrts-Saison dominierte Lindsey Kildow - zuletzt ist aber der Faden gerissen. Wie schon in Zauchensee der Ausfall. Der zweite Saison-Ausfall in einer Abfahrt - insgesamt ist es der achte Ausfall für Kildow in dieser Saison. Dazu noch zwei Start-Verzichts - damit hält Kildow bei 10 Ergebnissen in 20 Rennen.
Rot-weiß-rot dominiert: Durch den Ausfall von Kildow und ihrem 2. Abfahrts-Saisonsieg streift Götschl auch das Rote Trikot der Abfahrts-Weltcup-Leaderin über. Damit führen die ÖSV-Damen alle sechs Weltcup-Wertung an!
Buntes Bild in der Spitze: Sechs verschiedene Nationen in den Top 6. Das Siegerbild in Cortina bunt gemischt.
ÖSV-Team geschlagen: Mit Ausnahme von Renate Götschl muss sich der Rest des ÖSV-Teams geschlagen geben. Andrea Fischbacher und Lizz Görgl landen auf den Rängen zehn und elf. Wobei die Österreicherinnen im oberen Teil mit starken Teilzeiten aufzeigen - das allerdings nicht ins Ziel bringen.
Enges Rennen: Zumindest an der Spitze: Götschl gewinnt mit 17 Hundertstel Vorsprung auf Mancuso. Die beiden sind eine Klasse für sich - Marchand-Arvier liegt dann weitere 43 Hundertstel zurück. Sechs Läuferinnen liegen innerhalb einer Sekunde. In dieser Saison gab's in Abfahrt schon deutlich größere Zeit-Vorsprünge. In Val d'Isere gewann Kildow etwa mit 1,24 Sekunden Vorsprung. Innerhalb von 2 Sekunden liegen nicht weniger als 26 Läuferinnen.
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