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Aktuelles/Presse

Österreich mit Team-Gold doch noch Spitze

Götschl - Presse am 18.02.2007 - 16:44 Uhr

Aare - Für das österreichische Skiteam hat es am Sonntag ein perfektes Ende der Ski-WM 2007 in Aare gegeben. Das ÖSV-Sextett Renate Götschl, Michaela Kirchgasser, Marlies Schild, Benjamin Raich, Fritz Strobl und Mario Matt gewann den abschließenden Teambewerb mit 18 Punkten überlegen vor Schweden (33) und der Schweiz (39). Die Überlegenheit der Österreicher war so groß, dass Gold bereits vor dem ab-schließenden Slalom-Lauf von Matt festgestanden war.


Im letzten Abdruck an die Spitze
Dank des perfekten Abschluss-Wochenendes mit Slalom-Gold am Samstag und Team-Gold am Sonntag hat Österreich auch noch den Sprung an die Spitze der Medaillenwertung geschafft.
Das ÖSV-Team beendete die Titelkämpfe mit jeweils drei Gold-, Silber- und Bronze-Medaillen und fing damit die schwedischen Lokalmatadore (3/2/2) noch ab.


"Wir haben unser Ziel erreicht"
Ende gut, alles gut. "Wir haben unser Ziel erreicht, wir haben die Medaillenwertung gewonnen. Das war unser großes Ziel. Gratulation an die ganze Mannschaft, Läufer und Trainer haben bestens zusammengearbeitet", freute sich Alpinchef und Teamkapitän Hans Pum.


"Gute-Laune-Bewerb" zum Abschluss
Wie in Bormio 2005 bei der Premiere des Bewerbs, als Deutschland überraschend vor Österreich triumphiert hatte, war der Team-Event eine echte Bereicherung für die WM.
Es war ein "Gute-Laune-Bewerb" mit Betonung des Teamgefühls. Zudem gab es interessante direkte Vergleiche zwischen den Geschlechtern, denn Damen und Herren fuhren ja auf derselben Strecke. Und die Goldene bekamen die Österreicher von Schwedens König Carl XVI. Gustaf umgehängt.


"Es ist spannend und macht Spaß"
"Es ist spannend und macht Spaß", freute sich Schild, die mit ihrer Slalom-Bestzeit für die vorzeitige Entscheidung sorgte. Als Belohnung gab es im Ziel ein Siegerküsschen vom "Teamkollegen" und Freund Benni Raich, der nun zwölf Medaillen bei Großveranstaltungen abgeräumt hat. "Es ist schon ein anderes Gefühl und eine andere Belastung, wenn man fürs Team fährt. Man will es halt auch nicht vermasseln", betonte Schild.


"Wir sind die Ski-Nation schlechthin"
Was diese Goldene wert ist, drückte "Speed Queen" Götschl so aus: "Der Teambewerb hat eine große Bedeutung. Wir Österreicher sind die Ski-Nation schlechthin, deswegen musste diese Goldene unser großes Ziel sein. In Bormio hatten wir es nicht geschafft, jetzt haben wir das wieder gut gemacht." Auch ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel hatte vor seiner Abreise Sonntagfrüh den Auftrag hinterlassen: "Ich erwarte mir Gold."


Grundstein im Super G
Der Grundstein zu Gold wurde im Super G gelegt - in eindrucksvoller Manier. In den ersten drei Rennserien zeigten Renate Götschl, Fritz Strobl und Michaela Kirchgasser mit ebenso vielen Bestzeiten, dass es dem "Power Team" diesmal sehr ernst war. Benjamin Raich legte einen zweiten Platz nach, damit führte Österreich zur "Halbzeit" mit 5 Punkten überlegen vor Kanada (15) und der Schweiz (17).


Mit Polster in den Slalom
"Alle Läufer waren sehr gut eingestellt und haben eine super Leistung gebracht", freute sich Pum nach dem perfekten Start. Damit hatten die ÖSV-Aktiven im Slalom einen beruhigenden Polster. Doch auch im Slalom war Rot-Weiß-Rot konstant stark: Platz vier für Kirchgasser, Raich und Matt und Platz eins für Schild,


"Ein besonderes Gefühl"
Strobl war sogar extra für den Bewerb und seinen Super-G-Auftritt wieder nach Aare eingeflogen worden. "Ich habe die Pause genützt, um frische Kräfte zu sammeln." Das Rennen sah er dann "als Training", die Bedeutung des Teambewerbs und das dadurch entstehende Mannschaftsgefühl strich aber auch der Super-G-Silber-Gewinner hervor. "Man steht nicht nur für sich am Start, das ist schon ein besonderes Gefühl." Für Strobl war es bei seinem letzten WM-Auftritt ein würdiger Abschied.


Matt hat "Schaulauf" frei
Matt hatte zwar seine Slalom-Goldene am Samstagabend ohnehin ausgekostet, eigentlich hätte er den Teambewerb aber auch gänzlich ohne Schlaf bestreiten können. Denn seine Fahrt war bereits ohne Bedeutung. "Ich bin extra früher heimgegangen, aber das hätte ich mir eigentlich sparen können", meinte Matt lachend.
www.Sport1.at


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