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Aktuelles/Presse

Mit Tabletten und Spritzen fuhr Götschl zur ersehnten Kugel

Götschl - Presse am 03.03.2007 - 22:23 Uhr

Platz zwei in der gestrigen Abfahrt in Tarvis reichte Renate zum Sieg im Abfahrts-Weltcup.

Selbst wenn sie mich hätten hinauftragen müssen, dieses Rennen wäre ich immer gefahren", erklärte Renate Götschl nach dem gestrigen zweiten Platz, hinter Julia Mancuso in der Abfahrt vom Monte Lussari in Tarvis. Mit diesem Rang sicherte sich die 31-Jährige den Abfahrts-Weltcup. Bis es so weit war, musste sie aber einen Spießrutenlauf absovlieren.

Verletzungen. Am Donnerstag stürzte die Steirerin im Abfahrtstraining, zog sich Verletzungen in beiden Knien zu. Dank Tabletten, Spritzen und der tollen Arbeit von Physiotherapeutin Claudia konnte sie starten: "So- lange die Wirkung der Spritzen und der Voltaren anhält, habe ich keine Schmerzen, aber dann ..."

Fünfte Kugel. Für die Obdacherin ist es die fünfte Kugel in der Königsdisziplin. Damit zog sie mit Österreichs Schi-Kaiser Franz Klammer gleich. Der meldete sich auch sofort bei ihr: "Ich bin in St. Moritz Schi fahren. Doch deinen Lauf habe ich mir im TV angesehen und kann nur sagen - Hochachtung für diese Leistung nach deinem Trainingssturz am Donnerstag. Wir werden im Frühjahr gemeinsam ein Bierchen trinken."

Abgeschrieben. Mit dem zweiten Disziplinensieg, nach dem Super-G, erfüllte sich Götschl "einen großen Traum, denn die Kugel hatte ich nach dem verhauten Saisonstart schon abgeschrieben". Das gestrige Rennen bezeichnete sie als "eines der schwersten meiner Karriere. Die Piste war ruppig, die Sicht null und ich nicht voll fit". Dazu kam, dass Renate den schweren Sturz von Tamara Wolf im TV gesehen hatte: "Es sah furchtbar aus. Da gibt es dann schon Momente, wo du nicht weißt, was du tun sollst. Je näher das Rennen kommt, desto mehr schaltest du ab. Sonst könntest du nicht fahren."
Kleine Zeitung


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