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Aktuelles/Presse

Erstmals wieder auf Skiern

Götschl - Presse am 03.10.2007 - 17:14 Uhr

Die vergangenen zwei Saisonen hat Renate Götschl stets unter Schmerzen beendet. Im Sommer musste sie wegen ihres Schienbeinkopfbruches sogar auf Krücken gehen und im Juli eine Nachoperation am Knie über sich ergehen lassen.

Doch jetzt geht es bei der Steirerin wieder rasant aufwärts, diese Woche stand Götschl auf dem Kitzsteinhorn erstmals wieder auf Skiern. Erste Erkenntnis der 32-Jährigen: "Alles passt, ich bin schon wieder heiß auf den Speed."


Kein Start im Riesentorlauf mehr
Zwei Entscheidungen hat Götschl dennoch bereits als Tribut an die Verletzungen gefällt: Sie wird den Saisonstart Ende Oktober in Sölden sicher auslassen und im kommenden Winter - ähnlich wie Hermann Maier - nur noch Abfahrt und Super-G bestreiten.


Damit lässt sie nach dem Slalom auch den Riesentorlauf praktisch endgültig sausen. "Den Riesentorlauf trainiere ich natürlich, ob ich aber nochmals ein Weltcup-Rennen fahre, ist fraglich", sagte Götschl.


Damit wird die erfolgreichste aktive Skifahrerin der Gegenwart die ersten drei kommenden Weltcup-Stationen in Sölden, Levi und Panorama meiden und erst Anfang Dezember im kanadischen Lake Louise einsteigen.


Kleine Kristallkugeln als Ziel
Was kein Malheur ist, sind doch die Kristallkugeln in den Speed-Disziplinen das ausschließliche Ziel Götschls im kommenden Winter.


Sie kann den Franz-Klammer-Rekord von fünf Abfahrtskugeln, den sie vergangenen Winter egalisiert hat, ebenso überbieten wie dessen 25 Weltcup-Siege in der Abfahrt.


Keine Angst
Angst, dass sie die vergangenen Stürze und Verletzungen im Kopf bremsen könnten, hat Götschl nicht. "Ich bin kein Typ, der nach schweren Stürzen Angst bekommt. Im Gegenteil, ich schaue mir meine Stürze meist problemlos am Video an und freue mich sogar, wenn ich möglichst bald wieder schnell fahren kann."


Deshalb, so Götschl, "freue ich mich schon wieder sehr darauf, die Abfahrtsski anschnallen zu können".


Dass in der kommenden Saison die Rennskier wegen neuer Regeln ein völlig anderes Fahrverhalten haben, ist der Atomic-Pilotin relativ egal. "Wir haben noch während der Saison viel getestet. Der Rest ist reine Gewöhnung. Da habe ich kein Problem, ich habe schon so viele Änderungen bei den Ski miterlebt."

ORF


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