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Nur Lindsey Vonn ist flotter als Götschl

Götschl - Presse am 01.12.2007 - 21:50 Uhr

Speed-Queen Renate Götschl fährt in Lake Louise auf den zweiten RangLake Louise - Lindsey Vonn, ehemals Lindsey Kildow, hat am Samstag einmal mehr ihre speziellen Lake-Louise-Qualitäten unter Beweis gestellt.

Die 23-jährige US-Amerikanerin gewann die erste Saison-Abfahrt in 1:48,69 Minuten in überlegener Manier und feierte damit bereits den vierten Erfolg im kanadischen Weltcup-Ort.

Die Steirerin Renate Götschl belegte bei beißender Kälte mit dem Respektabstand von 0,78 Sekunden Rang zwei, Dritte wurde die kanadische Lokalmatadorin Britt Janyk (1,27).

Gutes ÖSV-Ergebnis

Fünf weitere ÖSV-Läuferinnen landeten unter den Top 15: Maria Holaus wurde 6., Alexandra Meissnitzer 8., Nicole Hosp 11., Elisabeth Görgl 12. und Ingrid Rumpfhuber 15..

Am Sonntag steht in Lake Louise ein Super-G auf dem Programm (19:00 Uhr, live ORF 1), dann übersiedeln die Damen nach Aspen, wo zum Abschluss der Übersee-Tournee Abfahrt, Super-G und Slalom stattfinden.

Vier Sieg in Lake Louise

Die als Lindsey Kildow berühmt gewordene Amerikanerin, die am 29. September 2007 ihren Langzeitfreund Thomas geheiratet hatte, feierte ihren insgesamt achten Weltcup-Erfolg (6 Abfahrten, 2 Super-Gs), den bereits vierten in Lake Louise.

In Kanada hatte sie auch im 2004 (erster Weltcup-Triumph), 2005 und 2006 in der Abfahrt gewonnen. Und auch im Dezember 2007 stand Vonn ganz oben auf dem Podest.

"Bin immer schnell in Lake Louise"

"Ich bin immer sehr schnell in Lake Louise. Warum, weiß ich aber nicht. Wir sollten öfter hier in Lake Louise fahren", meinte die Siegerin lachend.

Nach ihren zwei Silbermedaillen bei der WM 2007 in Aare (Super-G, Abfahrt) hat Vonn im Sommer vor allem auf die Konditionsarbeit Wert gelegt.

Zum Thema Gesamt-Weltcup meinte Vonn: "Wenn ich mehr Punkte im Riesentorlauf hole, dann habe ich vielleicht eine Chance. Aber ich will vor allem die Kristallkugeln in Abfahrt und Super-G."

Götschl selbst über sich überrascht

Also eine ganz deutliche Kampfansage an die Steirerin Götschl, die vergangene Saison (wieder einmal) eben diese Kugeln abgestaubt hatte.

"Ich hab's fast nicht glauben können, dass ich heute so schnell war", meinte Götschl, die sich im Sommer einer Knie-OP unterziehen hatte müssen.

Im Training war Götschl nur hinterher gefahren, im Abschlusstraining sogar nur auf Rang 36. "Ich war nach den Trainings gar nicht beunruhigt. Aber das war wirklich eine Wahnsinnssteigerung. Und dafür muss ich zu einigen Leuten Danke sagen."

ÖSV-Damencheftrainer Mandl zufrieden

Wirklich zufrieden waren auch andere Österreicherinnen. Wie die sechstplatzierte Holaus, die im Sommer einen Innenbandriss erlitten hatte: "Von der Verletzung spüre ich überhaupt nichts mehr. Das war ein tolles Rennen."

Oder die achtplatzierte Meissnitzer: "Das war ganz okay. Leider habe ich im Flachen zu viel verloren."

ÖSV-Damencheftrainer Herbert Mandl zeigte sich zufrieden. "Das Ergebnis ist in Ordnung", meinte der Niederösterreicher.

"Eigentlich hatte ich ihr das nicht zugetraut. Mit einem Top-Ten-Ergebnis hatte ich gerechnet, aber das ist sensationell."

sport1.at


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