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Aktuelles/Presse

Lindsay Vonn gewinnt Cortina-Abfahrt - Götschl Fünfte

Götschl - Presse am 19.01.2008 - 20:52 Uhr

Die Amerikanerin gewinnt die Abfahrt von Cortina vor Anja Pärson (SWE). Götschl wurde Fünfte.

Lindsey Vonn hat in Cortina D'Ampezzo bewiesen, dass sie die derzeit beste "Downhillerin" im Damen-Weltcup ist. Die 23-jährige US-Amerikanerin gewann am Sonntag erstmals die klassische Tofana-Abfahrt, und das mit dem Riesenvorsprung von 0,83 Sek. auf die Schwedin Anja Pärson. Die Kanadierin Emily Brydon lag als Dritte schon 1,20 Sek. zurück. Cortina-Königin Renate Götschl wurde als beste ÖSV-Dame nur Fünfte und kam damit in ihrem Lieblingsort erstmals seit acht Jahren nicht auf das Abfahrtspodest.

Schlechte Sicht. Die 2.822 Meter lange Piste "Olympia delle Tofane" präsentierte sich am Renntag deutlich kompakter als beim einzigen Training, dafür sorgte bedeckter Himmel für schlechte Sicht. Die "rote" Gruppe der sieben Besten hatte aber gleiche Bedingungen, dennoch fuhr Vonn auf der "schnellsten Kurssetzung aller Zeiten" erneut in einer eigenen Liga. Bis auf Pärson deklassierte sie den Rest um eine Sekunde und mehr.

Fehler bei Götschl. So auch Götschl. Die von Fanclub, Eltern und Freund angefeuerte steirische Speed-Queen, die in Cortina mit zehn Siegen Rekordhalterin und derzeit trotz Knie-Operation einzige ÖSV-Sieghoffnung in der Abfahrt ist, beging als 22. und letzte der Elitegruppe in der Curva Grande einen entscheidenden Fehler. Damit fehlten Götschl, die bei der ersten Zwischenzeit nur 0,19 Sek. hinter Vonn gelegen war, das Tempo im flacheren Schlussteil. Dass sie ihr 22. Cortina-Podium dennoch um nur sechs Hundertstel verpasste, tat damit doppelt weh.

"Besser als St.Anton. "Was soll ich sagen? Besser als 13. in St. Anton", schluckte die Speed-Queen ihre Enttäuschung tapfer hinunter. Die Abfahrts-Kristallkugel dürfte mit bereits 175 Punkten Rückstand auf die neue Führende Vonn damit wohl verloren sein. "Ich bin derzeit einfach nicht so locker drauf in der Abfahrt. Lindsey hingegen fährt von Sieg zu Sieg, hat keine Absacker mehr. Bei ihr läuft's derzeit fast von alleine, so wie bei mir im Vorjahr", machte sich Götschl nichts vor. "Ich hoffe aber, dass ich auch bald wieder in dieser Zone bin!"

Gebete für Macartney. Siegerin Vonn hielt mit der Begeisterung über ihren ersten Cortina-Sieg und den elften im Weltcup nicht zurück. "Das hier ist ein Klassiker, den du einmal gewinnen willst. Renate hat das zehn Mal geschafft. Sie zu schlagen, ist cool. Das bedeutet mir sehr viel, ich bin sehr happy", gestand die verheiratete Ex-Kildow, die nach Lake Louise und St. Anton (Abfahrt und Superkombi) ihren bereits vierten Saisonsieg feierte. In der momentanen Form ist Vonn auch heiße Anwärterin auf die große Kugel. Wichtiger als das waren ihr aber Genesungswünsche an ihren in Kitz schwer gestürzten Landsmann Scott Macartney. "Wer Zeit hat, möge für ihn beten", bat Vonn.
Kleine Zeitung


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