Andrea Fischbacher gewinnt ex aequo mit Fabienne Suter (SUI). Meissnitzer Vierte und Götschl Fünfte. Maria Holaus ist schwer gestürzt.
Die junge Österreicherin Andrea Fischbacher hat am Sonntag im Super-G von Sestriere überraschend ihren ersten Weltcupsieg gefeiert. Die 22-jährige Salzburgerin siegte ex aequo mit der zeitgleichen Schweizerin Fabienne Suter und 0,24 vor der Deutschen Maria Riesch. Mit Fischbacher, Alexandra Meissnitzer (4.), Renate Götschl (5.) und Elisabeth Görgl (6.) kamen gleich vier ÖSV-Läuferinnen in die Top-6.
Gesamtweltcup. Im Kampf um die Weltcup-Gesamtführung liegen die Österreicherin Nicole Hosp und Lindsey Vonn (USA) nun mit je 983 Punkten gleichauf voran. Hosp wurde am Sonntag im Super-G 14., Vonn, die am Vortag die Abfahrt gewonnen hatte, landete nur auf Platz 16.
Holaus schwer gestürzt. Der Weltcup-Super-G der Damen am Sonntag in Sestriere ist nach einem schweren Sturz der Österreicherin Maria Holaus unterbrochen worden. Die 24-jährige Tirolerin kam bei Höchstgeschwindigkeit nach ungefähr 20 Sekunden so schwer zu Sturz, dass sie mit dem Akja abtransportiert und dann mit dem Hubschrauber weitergeflogen werden musste. Schon vor der Österreicherin waren zwei weitere Läuferinnen gestürzt.
Knieverletzung und Schleudertrauma. Maria Holaus hat bei ihrem schweren Sturz zumindest ein Schleudertrauma sowie eine Knieverletzung erlitten. Das hat ÖSV-Teamarzt Michael Saxinger (Krankenhaus Hallein) mitgeteilt. Die 24-jährige Speed-Spezialistin aus Tirol hatte bei ihrem Sturz kurz das Bewusstsein verloren und wurde nach der Erstversorgung mit dem Hubschrauber zu weiteren Untersuchungen in ein Krankenhaus nach Turin geflogen.
Bewusstsein zurückerlangt. Im Krankenhaus wurde bei Holaus eine Computer-Tomografie-Untersuchung (CT) vorgenommen. Dabei hatte die Rennläuferin bereits wieder das Bewusstsein zurückerlangt und befand sich in stabilem Zustand.
Kleine Zeitung, 10.02.2008